Tipps und Unterstützung

Sport


Sport hilft vielen Kindern und Jugendlichen mit ADHS, ihre Erkrankung besser in den Griff zu bekommen. Bestimmt treibst auch Du in Deiner Freizeit gerne Sport oder spielst gerne. Deshalb haben wir hier einige Vorschläge für Dich gesammelt, was Du alles in Deiner Freizeit machen kannst. Bei diesen Aktivitäten kannst Du Spaß haben, neue Freunde gewinnen und Deine Stärken finden und weiterentwickeln.

Bei der Auswahl seiner Lieblingssportart geht natürlich jeder anders vor. Letztlich heißt es: Probieren geht über studieren, also einfach mal reinschnuppern und schauen, ob eine Sportart etwas für Dich ist.

Kampfsportarten

Hier bist Du richtig, wenn Du Action und Körperkontakt magst. In Übungen zu zweit erprobt man erlernte Techniken, z. B. den Partner mit schnellen Bewegungen aus dem Gleichgewicht zu bringen. Aber Vorsicht! Nicht mit Verprügeln verwechseln: Beim Judo zum Beispiel gelten strenge Regeln und Dein Gegenüber ist Dein Partner, nicht Dein Gegner. Es geht darum, seinen eigenen Körper besser kennenzulernen und ihn besonders gut zu kontrollieren.

Joggen

Joggen ist viel mehr als einfach nur laufen. Die Bewegung an der frischen Luft macht den Kopf frei. Wenn man will, kann man sich mal so richtig auspowern. Und das Beste: Man braucht zum Starten nicht viel mehr als die eigenen Beine. Vielleicht gehen Deine Eltern auch joggen? Dann könnt Ihr auch mal zusammen eine Runde drehen.

Schwimmen

Ist Wasser Dein Element? Wenn Du gerne im Wasser bist und schwimmst, könntest Du dies auch als regelmäßige Sportart ausüben. Dabei kann man im Verein schwimmen oder auch alleine seine Bahnen ziehen, wie man es lieber möchte.

Reiten und Voltigieren

Reiten oder Voltigieren könnte etwas für Dich sein, wenn Du Tiere magst. Beim Reiten geht es darum zu lernen, das Pferd mit verschiedenen Techniken zu „lenken“. Beim Voltigieren übt man, Gymnastik auf dem Rücken des Pferdes auszuführen. Zum Reiten und Voltigieren gehört auch, sich um das Pferd zu kümmern: Es braucht Zuwendung, will versorgt und gepflegt werden.

Entspannungsmethoden

Ein Entspannungskurs ist zwar keine Sportart, aber dennoch eine gute Methode, um „runterzukommen“. Autogenes Training für Kinder und Jugendliche ähnelt Traumreisen von 15–20 Minuten Dauer: In entspannter Haltung lernst Du, Dich nach und nach zu entspannen und Dir dabei etwas Schönes vorzustellen. Auch andere Methoden wie Progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder Beschäftigungen wie Angeln als „reizarmer“ Zeitvertreib oder auch Yoga können für Erholung zwischendurch sorgen.

Gruppensportarten

Bist Du eher ein Team-Player? Zusammen in einer Mannschaft Sport zu treiben, kann ein besonders tolles Erlebnis sein: Man gewinnt gemeinsam, man verliert gemeinsam, die Leidenschaft für den Sport schweißt die Truppe zusammen.

Einige Kinder oder Jugendliche mit ADHS mögen besonders Sportarten mit viel Abwechslung. Beispiele für eine solche Ballsportart wären Handball, Fußball, Volleyball oder Hockey.

In einer Schnupperstunde probiert man den Sport aus und schaut, wie man mit den Teamkollegen auskommt. Erkundige Dich einfach bei den Vereinen in Deiner Stadt, welche Angebote es gibt.