Dein Alltag mit ADHS

Über ADHS reden


Die ersten Ansprechpartner bei Fragen und Sorgen können Deine Eltern sein, wenn das Verhältnis zu Deinen Eltern gut ist. Wenn Du traurig oder mal richtig mies drauf bist, findest Du bei ihnen ein offenes Ohr. Manchmal ist es allerdings schwierig, mit den eigenen Eltern zu reden – vielleicht weil man sich gerade nicht so gut versteht, weil man ihnen nicht alles erzählen will oder weil man sie nicht mit den eigenen Sorgen belasten will. Dann ist es wichtig, dass man sich einen anderen Erwachsenen sucht, dem man vertraut und der mehr über das Thema ADHS weiß. Das kann ein/e Verwandte/r oder ein erwachsener Freund sein, dem Du vertraust. Auch ein Freund oder eine Freundin unterstützen Dich sicherlich.

… mit Deinem Arzt

Er kann Dir als Experte sehr viele Deiner Fragen zu ADHS beantworten. Und vergiss nicht, es gibt keine dummen Fragen, vor allem nicht, wenn es um Dich und Deine Gesundheit geht. Wenn Du eine Therapie machst, dann ist auch der Therapeut gern bereit, auf alle Deine Fragen einzugehen.

… mit Deinen Eltern

Auch wenn Du mit Deinem Arzt geredet hast, werden Dir später bestimmt noch Fragen oder Dinge, über die Du Dir Sorgen machst, einfallen. Ansprechpartner sind dann wahrscheinlich Deine Eltern: Sie sind am häufigsten mit Dir zusammen und haben sich bestimmt mit dem Thema ADHS ausführlich beschäftigt.

… mit Fremden

Wem erzählt man von ADHS? Wenn die Diagnose ADHS feststeht, beschäftigt Dich und Deine Eltern diese Frage sehr wahrscheinlich. Wichtig ist, dass Du auf jeden Fall ein Mitspracherecht hast, wenn es darum geht, anderen von der Erkrankung zu erzählen. Schließlich geht es um Dich! Andere „einzuweihen“ hat den Vorteil, dass Du vielleicht besser mit ihnen klarkommst, wenn sie wissen, mit welchen Tricks Dir manche Sachen leichter fallen.

… mit Freunden und Schulkameraden

Sobald Du Bescheid weißt, sprich auch mit Deinen Freunden und Schulkameraden über ADHS. Vielleicht habt Ihr manchmal Streit, weil Du etwas anders bist als sie. Hilf ihnen zu verstehen, dass Du nichts dafür kannst und Dir sehr viel Mühe gibst. Das kannst Du in einem offenen Gespräch machen, am besten zu zweit.